Die Thermen von Bad Griesbach
Sie sind Quellen der Gesundheit und Vitalität und bieten ein einzigartiges Stück Lebensqualität. Erfahren Sie alles über das Heilwasser, die Wirkung, die Anwendung als Trink- und Badekur.
Quellen der Gesundheit, Quellen der Vitalität
Ein einzigartiges Stück Lebensqualität
Jahr für Jahr sucht eine große Zahl von Patienten und Gästen die Thermalquellen von Bad Griesbach auf. Ein Teil unserer Besucher nutzen unsere Vitalquellen, um Linderung von bestehenden Leiden zu erreichen. Andere suchen unsere Quellen schon vorbeugend auf, um sich Gesundheit und Vitalität zu erhalten.
Bei richtiger Anwendung und Dosierung sind die Bad Griesbacher Quellen ein Energietraining der besonderen Art. Die Bad Griesbacher Quellen wärmen, entspannen, lindern, können aber auch vergnüglich und vitalisierend sein. Voraussetzung für einen optimalen gesundheitlichen Nutzen ist die richtige Anwendung.
Â
Heilwasser – aus den Tiefen des Urgesteins
Heilwässer unterscheiden sich vom Süßwasser im Wesentlichen durch ihren Gehalt an gelösten Mineralien (Mineralquellen) und die höhere Temperatur (Thermen). Bevor diese Wässer an den Quellen zutage treten durchdringen sie poröse Gesteinsschichten und lösen dabei die späteren Inhaltsstoffe heraus. Erwärmt aus den Wärmevorräten des Erd- inneren steigt das mineralstoffreiche Wasser aus den Tiefen des Urgesteins an die Oberfläche – naturrein und frei von jeglichen Umweltbelastungen. In den Jahren 1972 und 1973 wurden die drei Thermal-Mineral-Quellen in Bad Griesbach erbohrt.
Quellen der Gesundheit sprudelten aus dem Urgestein des Rottals an das Licht des Tages. Zunächst waren dies die Marienquelle und die Karlsquelle. Der Erfolg der dritten Bohrung zeigte sich am Nikolaustag des Jahres 1973. An jenem Tag brach die heißeste der drei Quellen mit Urgewalt an die Erdoberfläche und erhielt deshalb auch den Namen Nikolausquelle. Die Analyse der Bad Griesbacher Quellen zeigte, dass sich um fluoridhaltige Natrium – Hydrogencarbonat – Chlorid – Thermen handelt.
Â
Quellen der Vitalität - Die Wirkungen
Eines der ältesten Naturheilmittel ist das Wasser.
Die Bad Griesbacher Quellen bergen eine einzigartige Kombination von natürlichen Vitalstoffen (Mineralstoffe, Spurenelemente, Kieselsäure). Auf dieser spezifischen Zusammensetzung beruht im Wesentlichen die heilende Kraft der drei Quellen.
Vitalität im Sinne einer anhaltenden positiven gesundheitlichen Wirkung ist natürliche nicht mit einem einzigen Thermalbadetag zu erreichen. Ein Soforteffekt ist zwar in Form einem Wohlgefühls vorhanden, jedoch sind es besonders die Langzeiteffekte, die der heilkräftigen Wirkungspalette zum Erfolg verhelfen.
Die Komponenten der Wirkung unserer Quellen sind die Temperatur des Wassers, die Mineralien, der Auftrieb und die Bewegung im Wasser.
Â
Naturmedizin Wasser
Die Effekte im Körper sind vielfältig. Anregung der Durchblutung, Muskelentspannung, Entsäuerung des Bindegewebes und Anregung des Zellstoffwechsels sind nur einige der bekannten Heilwirkungen. In diesem Sinne ist das Thermalbaden auch ein ausleitendes Basenbad. Über mehrere Tage angewendet wirkt es somit entgiftend und entschlackend. Durch den Auftrieb im Wasser kommt es zur Erleichterung der Beweglichkeit. Ein tägliches Training in der Therme bewirkt zusätzlich eine muskuläre Kräftigung. Eine weitere wichtige Wirkung ist die Entspannung des Nervensystems. Wasser das den Körper verwöhnt „streichelt“ auch die Seele. Die Wärme des Wassers fördert die Ausschüttung der sog. „Glückshormone“, die uns zum einen entspannen zum anderen auch eine zusätzliche Schmerzlinderung bescheren.
Â
Die Trinkkur - eine wertvolle Ergänzung
Eine Trinkkur mit 2-3 Bechern Karlsquelle hat vielerlei Effekte. Im Magen-Darmtrakt wirkt sie säurebindend und fördert die Sekrete aus Leber und Bauchspeicheldrüse. Warm getrunken wirkt sie anregend auf die Magen-Darm-Bewegung und somit stuhlregulierend. Im Nieren-Blasen-System wirkt die Karlsquelle anregend auf die Nierenausscheidung. Besonders die Harnsäure wird ausgeschwemmt, was vor allem Gichtpatienten gut tut. Auch für Zuckerkranke ist eine Trinkkur wertvoll, weil diese den Zuckerabbau fördert und eine oft vorhandene Übersäuerung eindämmt. Sehr wichtig ist auch die anregende Wirkung auf den Knochenstoffwechsel, besonders für Patienten, die unter Osteoporose (Knochenschwund) leiden.
Â
Das Bad - die Dosis macht's
Der richtige Temperaturgrad und die richtige Badedauer sind für eine optimale Wirkung von entscheidender Bedeutung. Als Faustregel gilt:
Â
Je höher die Badetemperatur, desto kürzer die Badedauer!
Bedenken Sie: die Bad Griesbacher Heilquellen sind als ortsgebundenes Heilmittel auch als physiotherapeutische Anwendung zu betrachten. Besondere Umsicht bei der Anwendung der Thermen ist bei bestehenden Vorerkrankungen, besonders bei Herz- und Kreislauferkrankungen, wichtig. Die Badeärzte von Bad Griesbach können Sie hier kompetent beraten. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Physiotherapeuten.
Â
Die Hauptanwendungsbereiche – Heilanzeigen – Indikationen
- Wirbelsäulenstörungen (besonders degenerative Erkrankungen, Bandscheibenschäden)
- Knorpelverschleiß (Arthrose, Polyarthrose) der großen und kleinen Gelenke
- Weichteilrheuma (Fibromyalgie)
- Sehnenstörungen (Tennis-, Golfellenbogen, Archillessehnen-Reizungen)
- Rheumatische Störungen (echtes Gelenkrheuma, M. Bechterew, … nur im schubfreien Intervall)
- Osteoporose (Knochenschwund)
- Nervenstörungen (Neuralgien, Neuropartien)
- Zustand nach Operationen am Bewegungsapparat oder Verletzungsfolgen (Zustand nach Endoprothesen in Knie- und Hüftgelenk, Bandscheibenoperationen, Schenkelhalsbrüchen)
- Funktionelle Organstörungen, besonders bei Beteiligung der Wirbelsäule (z.B. Wirbelsäulen bedingte Herzstörungen oder Oberbauchschmerzen)
- Übersäuerung des Bewegungsapparates, besonders der Muskulatur (z.B. nach Erkrankungen mit erzwungener Bettruhe)
- Beginnende Nierenfunktionsstörungen
- Stoffwechselkrankheiten, besonders Gicht und Zuckerkrankheit
- Zur allgemeinen Revitalisierung
Â
Der Badeablauf
Als leichtes Bewegungstraining sollte zunächst ein Schwimmprogramm abhängig vom Trainingszustand und den körperlichen Möglichkeiten im Sportbecken absolviert werden. Wirbelsäulenpatienten sollten in der Regel Rückenschwimmen oder sehr flaches Brustschwimmen vorziehen. Bei sehr ausgeprägten Beschwerden ist ein Aquawalking oder -jogging sinnvoll.
Anschließend sollte das wärmere Thermalbecken aufgesucht werden, in diesem Becken dürfen nur leichtere Bewegungsübungen durchgeführt werden. Bei ausgeprägten Beschwerden ist auch ein entspanntes Liegen oder Sitzen im Wasser ratsamer (als leichte Bewegungsübungen) Massagedüsen sind im Bereich von Unterschenkeln, Knien und Bauch wegen der Thrombosegefahr ganz verboten. Direkt über der Wirbelsäule, besonders im Bereich der Lendenwirbelsäule, ist die Muskelschicht sehr dünn; insofern sollte auch hier eher auf einen Düseneinsatz. Im Schulter-Nacken-Bereich und an den Fußsohlen ist eine leichte Düsennutzung möglich, wenngleich eine gezielte Massage von unseren erfahrenen Physiotherapeuten problemloser und wirkungsvoller ist.
Die Badezeit richtet sich ganz nach den Vorerkrankungen. Sie sollte idealerweise mit dem Kurarzt abgesprochen werden. Auch bei einem Gesunden sollte die Badezeit keinesfalls 30 Minuten überschreiten. Nach dem Thermalbad ist insbesondere bei empfindlicher Haut ein leicht kühles Nachduschen unter anderem auch zur schnelleren Stabilisierung des Kreislaufs sinnvoll. Venenpatienten sollten immer im Saunabereich den Kaltwasserschlauch zur Kühlung der Beine nutzen. Die anschließende Ruhephase ist zur Stabilisierung von Herz- und Kreislauffunktionen auch für den Gesunden wichtig. Sie sollte zirka 20 – 30 Minuten betragen. Diese Zeit können Sie auch nebenbei für die Trinkkur mit ein bis zwei Gläsern Griesbacher Wasser nutzen. Erst nach dieser Nachruhe sollten Sie Dampfbad, Sauna, Sabbia Med® oder Infrarotkabine je nach Verträglichkeit nutzen. Der Gesunde kann nach längerer Zwischenpause den oben beschriebenen Badeablauf ein zweites Mal wiederholen.









